Das Geheimnis in mir
Und er machte mich sehr nachdenklich, weil mich ein Traum von heute Morgen beschäftigte, und ich fest
WeiterlesenKarin Schneider-Jundt – Liedermacherin & Autorin im Rheingau
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Toggle„Dort, wo Gott, das Geheimnis, in mir wohnt, da bin ich mitten in der Ungeborgenheit und Ungesichertheit der Welt trotzdem geborgen.“
Diesen Spruch von Anselm Grün las ich heute in einem Kalender.
Gott, das Geheimnis in mir. Welch treffende Bezeichnung. Besonders, da ich erst neulich einen anderen Ausspruch las:
„Liebe ist das Leben. Weder kommt sie, noch geht sie – Liebe ist.
Sie ist in jedem von uns. Wahre Liebe findet ihren Ursprung im eigenen Wesen –
und ihre Antwort im Wesen des Gegenübers. “ (Dr. med. Miriam Prieß)
Und er machte mich sehr nachdenklich, weil mich ein Traum von heute Morgen beschäftigte, und ich fest davon überzeugt bin, dass es keine Zufälle im Leben gibt, sondern alles einen tiefen Sinn hat. Von Jugend an waren solche besonderen Träume – ähnlich ein wenig Tagträumen – für mich fast unheimliche Wahrsagungen, Wegweiser für meinen ferneren Lebensweg. Sie hatten sich alle bewahrheitet.
In letzter Zeit fallen mir beim Ausräumen und Entsorgen andauernd Bücher in die Hand, die ich seit vielen Jahren nicht mehr wahrgenommen hatte und die mich beim Durchblättern stark berühren. Waren nun auch all diese Bücher und Sprüche der letzten Zeit der Auslöser für meinen seltsamen Traum im Morgengrauen? Diese Zeit, wo die Seele sich ganz frei äußern kann und noch nicht von den Alltagsgedanken und äußeren Überflutungen übertönt wird.
Nach dem Aufwachen rollte ich mich auf den Bauch und hatte keine Lust aufzustehen. Es war kalt und duster und so nickte ich wieder ein.
Ich befand mich in einer Stadt, – die mir seltsamerweise aus früheren Angstträumen bekannt vorkam – wollte, ich weiß nicht mehr wohin, und wusste nicht, welcher der richtige der beiden Wege dorthin war. Außer einer kleinen, älteren Dame war weit und breit niemand, den ich fragen konnte. Sie wollte mir zwar gerne helfen, war aber genauso ratlos wie ich.
Nun standen wir beide verloren da, als ein junges Mädchen auftauchte. Erleichtert bat ich sie um Hilfe, und sie deutete sofort auf eine der beiden Straßen. Ich war so erleichtert, dass ich sie freudestrahlend umarmte und mich bedankte. Doch sie war scheu, wandte sich halb ab, – ich konnte gar nicht in ihr Gesicht sehen – und meinte, dass das selbstverständlich sei und sie meines Dankes gar nicht wert sei.
Ich war erschrocken und fragte sie mitleidig, wie sie auf so eine schreckliche Meinung über sich kam. Und da erzählte sie mir, dass sie niemanden hätte, der sie verstand; dass sie sich wie ein seltsames, unerwünschtes Wesen fühlen würde, eine Belastung für die Umwelt, einsam.
In diesem Moment tauchte ich aus meinem Traum auf und die Worte „ich liebe mich….ich….ich…“ kamen mir in den Sinn. Eine Erinnerung – war das nicht aus einem meiner Lieder – wie ging das nur….??? Ich setzte mich verwirrt im Bett auf und dachte, wie traurig es eigentlich sei, dass ich meine eigenen Lieder nicht mehr kannte. Lieder, von denen ich genau wusste, dass sie Gott mir geschenkt hatte, damit ich mich für Ihn aus meinen Ängsten, Zweifeln, Depressionen und Panikattacken, befreien konnte.
Lieder, die Er mir außerdem gab, damit ich mit ihnen in Seinem Namen anderen Menschen in der gleichen Notlage helfen konnte. Und ich schämte mich, weil ich seit Jahren nie mehr an meine Lieder gedacht, sie gespielt oder gesungen hatte. Bis ich in letzter Zeit plötzlich von einer Frau aus Dankbarkeit für meine CDs mit den Liedern mit Geschenken geradezu überhäuft wurde. Weil sie dadurch am Leben bleiben konnte.
Und ich begriff, dass Gott mich aufrütteln wollte. Weil ich mich seit dem Tod meines Mannes verloren habe. Mich von den täglichen Pflichten zuschütten ließ. Zwar immer schreiben wollte, aber diesen den Vorrang einräumte. Mein Mann hätte mich längst in das Auto gepackt und in die Hütte gebracht, damit ich wieder zu mir fand und in Gottes Arme. Gott lässt einen nicht im Stich. Aber er prüft einen immer wieder: „Glaubst Du meiner Liebe?“
Und plötzlich fiel mir das Lied ein:
Ich liebe mich, ich glaub an mich,
zu oft schon ließ ich mich im Stich.
Ich liebe mich, ich freue mich,
ein Kind des Lebens, das bin ich.
Ich liebe mich, ich glaub an mich,
die Liebe kennt mein wahres Ich.
Ich liebe mich, ich freue mich,
ich weiß, das Leben wollte mich.
Ein Strom der Liebe trägt mein Ich!
Ich lag heute Morgen so ganz ohne Sorgen im Garten
des Lebens und fühlte mich wohl.
Die Welt zu entdecken, mich nach ihr zu strecken,
mein Dasein zu füllen, ja, das war mein Ziel.
Da hörte ich Stimmen, ich konnt‘ nicht entrinnen,
ihr machtvolles Drängen verstörte mein Ich:
„Deine Meinung – dumm und stur,
und dann schau nur die Figur!
Hüften fett und Busen platt,
Beine kurz und Augen matt.
Nase schief und Ohren groß,
und im Hirn ist auch nichts los.
Falten hier, und Falten dort,
Haare stets am falschen Ort.
Stimme kraftlos, Lippen dünn –
bist für niemand ein Gewinn.
Und zu allem Überfluss sieh,
ein Pickel prall und groß.“
Ach – oh weh – ich versteh – oh je!
Keiner mag mich, keiner braucht mich,
keiner sieht mich, keiner liebt mich.
Keiner schätz mich, keiner stützt mich.
Keiner glaubt mir, keiner traut mir.
Bin für keinen ein Gewinn.
Hat mein Leben dennoch Sinn?
Verflixt noch mal, bin ich denn dumm?
Ich mache diese Stimmen stumm!
Verflixt noch mal, ich bin nicht dumm.
Ich mache diese Stimmen stumm!
„Was soll dies dämliche Gegacker?
Macht euch gefälligst rasch vom Acker!
Ihr Stimmen glaubt, ihr habt mein Ich!
Doch ich hab außer mir noch mich.
Trotz Weh und Ach, bleib ich doch ich.
Die Macht der Liebe schützt mein Ich.“
Ich liebe mich, ich glaub an mich,
zu oft schon ließ ich mich im Stich.
Ich liebe mich, ich freue mich,
ein Kind des Lebens, das bin ich.
Ich liebe mich, ich glaub an mich,
die Liebe kennt mein wahres Ich.
Ich liebe mich, ich freue mich,
ich weiß, das Leben wollte mich.
Ein Strom der Liebe trägt mein Ich!
In meinem Blog beschäftige ich mich mit den verschiedenen Facetten des Lebens – von den kleinen Freuden des Alltags bis zu den großen Herausforderungen, die mich prägten.
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