Karin Schneider-Jundt – Liedermacherin & Autorin im Rheingau

Illustration einer Sonne

Blog ⋅ Karin Schneider-Jundt

Berährungen von Hatto Scheiner

Musiknoten

Berährungen

Übersetzung des Liedtextes „Berührungen“ von Karin Schneider-Jundt ins Siebenbürgisch-Sächsische (Hermannstädter Prägung) von Hatto Scheiner

Kamm, ech richen där meng Hond,
dänn als Mängsch sen mer verwondt.
Ech wäll dir nor Gadet dan
Und ta kost mir rach vertrahn.

Wunn tä fählst, we noh ech bän,
und deng Mäßtraen verschwängt,
kon ech dir deng Sorjen nien
und dir Holt und Hiemet gien.

Striecheln deng Gäsicht ech wed.
Denger Trehnen schum dich net.
Wi mär senn und wat mär hun,
af dot kit ät net drawun.

Insämkät mär allä kennen
und oft Mängschen äs värkennen.
Sollen net än Bräck mär baen
ous Värständnes und Vertraen?

Un deng Brast nämm ta uch mech.
Dräck mich wuorm und fiest un dech.
Hun grieß Ongst, nor dat tät wießt,
brochen hegt vun dir fil Triest.

Deng Berärung stält dän Schmärz,
drängt als Hoffnung än meng Härz.
Wat dän Wirtern näh gelängt,
äwenich Striecheln ängden brängt.

Kamm und fuor mär iwer’t Hohr.
Dink derbä net un Gefohr.
Sihnen mich no Zärtläkät,
de dä Sihl befrot mär hegt.

Säch, ech bän en Kängd wä ta,
säcken Triest und sächer Rah.
Dieltst deng Wärm ta mät mir,
dielen ech meng Kraft mät dir.

Berührungen

Komm, ergreife meine Hand,

wir sind doch als Mensch verwandt.

Fühlst du nicht, ich mein´ es gut?

Sei nicht ständig auf der Hut!

Wenn du meine Nähe fühlst

und dich nicht in Misstrauen hüllst,

kann ich dir die Sorgen nehmen

und dir Halt und Zuflucht geben.

Komm, ich streichle dein Gesicht.

Schäm´ dich deiner Tränen nicht.

Ob du Frau bist oder Mann –

darauf kommt es doch nicht an.


Einsam sind wir allesamt.

Von den meisten oft verkannt.

Lass´ uns eine Brücke bau´n

aus Verständnis und Vertrau´n.


Nimm auch du mich in den Arm.

Halte mich ganz fest und warm.

Brauche heute deinen Trost.

Meine Ängste sind so groß.


Dein Berühren stillt den Schmerz,

dringt als Hoffnung in mein Herz.

Was den Worten nie gelingt,

stets ein kleines Streicheln bringt.


Komm und fahr mir übers Haar.

Denk dabei nicht an Gefahr.

Sehne mich nach Zärtlichkeit,

die die Seele mir befreit.


Sieh, ich bin ein Kind wie du,

suche Schutz und Trost und Ruh.

Hülle mich in deine Wärme,

gebe dir von meiner Stärke.

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